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Willkommen in Thüringen!

Sommerfest

Am 25.06.2016 auf der Hühnerfarm.

 

Tagungsbericht

Für den 08. Mai lud Wolfgang Peterhänsel zu einem Seminar zum Thema Methoden der Wesensbeurteilung in Bezug auf Zuchtselektion und Welpenauswahl in den Schmiedehof nach Eudorf bei Alsfeld ein. Nachdem sich am 07. Mai bereits 4 Arbeitsgruppen an einem Werkstatttag mit dem Thema, seinen Kernpunkten und den daraus entstehenden Auswirkungen befasste, referierte Herr Dr. Udo Gansloßer zu den wissenschaftlichen Aspekten des Themas. Dabei spannte er eindrucksvoll den Bogen vom Wesen und dessen Merkmalen, hin zur sauberen und sachgerechten Definition der Wesensmerkmale als einer grundlegenden Voraussetzung, um Zuchtordnungen auf ein solches Ziel hin auszurichten. Weiter ging es zur Methodik und dem hohen praktischen Nutzen der Erfassung des Wesens mittels Fragebögen, wie sie für andere Rassen von der Budapester Gruppe um A. Miklosi schon erfolgreich entworfen und genutzt wurden. Sofern die Zuchtordnung künftig auf sauber definierte Wesensmerkmale ausgerichtet wird, sind nach Dr. Gansloßer die Schulung und die Qualitätssicherung der Wesensrichter Kern einer erfolgreichen Umsetzung. Er verwies dazu auf die swedish dog mentality assessments der schwedischen Armee für deutsche Schäferhunde als Beispiel für gute fachliche Praxis.

Klar stellte er heraus, dass nur Wesensmerkmale erfolgreich züchterisch bearbeitet werden können, die eine hohe Heritabilität aufweisen. Zuverlässige Aussagen zum Wesen eines Hundes sind seiner Meinung nach nur am ausgereiften Hund sicher möglich. Die Diskussion zum Test der Schußfestigkeit im Jugendalter war geradezu provoziert. Geräuschempfindlichkeit korrelliert seinen Aussagen zufolge mit der Aktivität der Schilddrüse, Gewitterangst und Feuerwerksscheu korrelieren mit Trennungsangst und ließen sich durch Training beseitigen.  

Ausführlich ging es weiter über die Grundpersönlichkeiten der Hunde und die dabei wirkenden Botenstoffe und deren Auswirkungen auf das Wesen der Hunde. Er zeigte Möglichkeiten auf, wie man den Einfluß der Botenstoffe in Ausbildung und bei der Jagd durch Traningsansätze gezielt einschränken kann. Einen Zusammenhang zwischen der Kopfzahl eines Wurfes und dem Wesen der Hunde konnte er ebenso anschaulich darstellen, wie das erhöhte Risiko einer Hündin auf Ausprägung eines ADHS, wenn deren Wurfgeschwister ausschließlich Rüden sind.

Seinen Schluß fand das Seminar in der Vorstellung des 5-Faktoren-Modells (Fünf-Achsen-Modells), mittels dessen das Wesen des Hundes recht gut zu erfassen ist.

Abschließend kann man Wolfgang Peterhänsel zu dem gelungenen Seminar rundheraus beglückwünschen. Egal, wie man zu der Frage steht, ob unsere DD eine tiefere Ausrichtung der Zucht auf das Wesen brauchen, um im künftigen Jagdbetrieb bestehen zu können, dieses Seminar mit Dr. Gansloßer war eine Reise nach Eudorf wert, konnte man doch innerhalb eines Tages einen spannenden Einblick und damit auch einen lohnenden Einstieg in die wissenschaftlichen Komponenten zur Forschung am Wesen unserer Hunde bekommen.

Ho Rüd ho!

Karsten Völkel

 


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